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Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer 

unseres Landesverbandes, in etwas anderen Zeiten ein paar andere Worte an dieser Stelle. Natürlich waren die letzten Wochen für uns alle nicht einfach. Natürlich waren einige von uns sehr traurig. Ich denke hier besonders an unsere Kinder und unsere Jugend. Natürlich hätten unsere Tanzgarden liebend gern wieder ihre Tänze präsentiert. Natürlich vermissen wir alle die Gemeinschaft und das Feiern. Natürlich hätten wir alle gerne getanzt und geschunkelt. Natürlich werden wir das wohl auch noch einige Zeit aushalten. Und natürlich werden wir nicht immer die Entscheidungen unserer Politiker verstehen. Das ist aber bei Politikern manchmal so. Ja, das weiß ich alles auch, aber ich lasse mir trotzdem nicht den Mut und die Fröhlichkeit nehmen.

Am 18.9.2020 hat die Landesregierung NRW mit ausgesuchten Karnevalisten über die Session 2020/2021 unter Corona-Bedingungen gesprochen. „Wir haben unseren Freunden unsere Meinungen und Wünsche mit in die Sitzung gegeben. Wichtig für unsere Mitgliedsvereine wäre eine klare Stellungnahme seitens der Politik gewesen“, so Dirk Bonkhoff, Präsident des LRN. Nur wenn alle Karnevalsveranstaltungen, unabhängig von der Größe, seitens der Politik untersagt worden wären, wäre für die Vereine eine klare Situation geschaffen worden. Bereits geschlossene Verträge hätten mit Hinweis auf das Verbot storniert werden können bzw. müssen. "Jetzt ist eine unklare Situation geschaffen worden, in der Rechts- und Planungssicherheit nach wie vor fehlen, und die Gefahr besteht, dass die kleinen und mittleren Vereine in finanzielle Schieflage geraten könnten", zeigt sich Dirk Bonkhoff besorgt. Einzelne Entscheidungen wie die Absage der Umzüge seien sicherlich gut und richtig. "Im Ganzen finden wir unsere Mitgliedsvereine in den Ergebnissen aber leider nicht wieder", zeigt sich der Präsident enttäuscht. Dirk Bonkhoff hofft, dass viele der bislang offenen Fragen vielleicht noch beantwortet werden, wenn die Landesregierung am kommenden Mittwoch ihre endgültigen Beschlüsse zur Session 2020/21 vorstellen wird. „Zudem kann ich nur hoffen, dass die vom Land NRW zugesagten finanzielle Hilfe von 50 Mio. €  auch wirklich schnell und unbürokratisch bei den Vereinen ankommen", betont Bonkhoff.

Liebe Karnevalsfreundinnen und -freunde,

das Land NRW beabsichtigt anscheinend auch für Vereine die finanziell besonders unter der Corona-Pandemie zu leiden haben, ein Sonderföderprogramm einzurichten.

Bis zu 15.000 Euro Hilfe können Vereine beantragen, die sich gemeinnützig für Tradition und Brauchtum engagieren.
Offen bleibt sicherlich derzeit noch die Frage, wie lange diese Fördergelder zur Verfügung stehen und ob wir Karnevalisten da ggfls. nach der kommenden Session auch noch darauf zugreifen können.
Wer jetzt schon bezifferbare Verluste erlitten hat, kann ab dem 15. Juli einen Antrag an das Land NRW stellen.

Nähere Informationen hierzu entnehmt bitte dem folgenden Link:
https://www.mhkbg.nrw/themen/heimat/sonderprogramm-heimat-tradition-und-brauchtum

Wir werden das Thema weiter eng verfolgen.


Mit karnevalistischem Gruß
Dirk Bonkhoff